Behandlung von seborrhoischem Ekzem - Ordination Haut im Zentrum Eisenstadt

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Behandlungen: Seborrhoisches Ekzem

Seborrhoisches Ekzem

Es handelt sich um eine sehr häufig vorkommende, an sich harmlose, nicht ansteckende Hauterkrankung. Aber viele der Betroffenen leiden unter dem oft beeinträchtigenden kosmetischen Bild.

Ursächlich wird eine Überproduktion von Talg (Seborrhoe) und eine Überwucherung mit einem Hefepilz (Malassezia furfur) angenommen;  möglicherweise besteht ein Zusammenhang mit einem Überschuss an männlichem Sexualhormon (Testosteron), das die Talgproduktion stimuliert. 

Dieser Zusammenhang erklärt das häufige Auftreten des Ekzems v.a. bei Männern in jedem Lebensalter und bei Frauen während der Wechseljahre. Eine erbliche Veranlagung zum seborrhoischen Ekzem ist bekannt. Ob auch die Ernährung, insbesondere die Versorgung mit Zink und Vitaminen, einen Einfluss auf die Beschwerden hat, ist umstritten.

Der Hefepilz ist an sich ein harmloser Bewohner der menschlichen Haut, kann sich jedoch unter bestimmten Bedingungen übermäßig vermehren und so Krankheitswert  erlangen. Psychische oder körperliche Belastung und Stress scheinen krankheitsaulösend zu sein, ebenso nehmen klimatische Bedingungen Einfluss auf den Verlauf (Besserung im Sommer).

Erscheinungsbild

Meist wird das seborrhoische Ekzem anhand der typischen Klinik diagnostiziert (Blickdiagnose).

Es finden sich gelblich-rote Herde mit matter Oberfläche, bedeckt mit fettigen Schuppen. Charakteristisch ist die Lokalisation :

  • KOPF:
    • Kopfhaut gerötet, manchmal massiv fettige Schuppen aufgelagert
    • Juckreiz
    • Haare oft fettig und strähnig
  • GESICHT: entlang der Haargrenze, Stirn, Schläfen, Augenbrauen, Nase, Nasen, Lippen-Falte, Wangen
  • RUMPF: insgesamt seltener, zumeist über dem Brustbein, unterer Nackenbereich  

Therapie

Da das seborrhoische Ekzem eine chronische Erkrankung mit häufig wiederkehrenden akuten Episoden darstellt, gliedert sich die Behandlung in 2 Teile, einerseits in die Therapie des akuten Stadiums und andererseits in die Erhaltungstherapie für die Phase zwischen zwei akuten Schüben.

In der Akutphase stellen die Behandlungsbasis pilzabtötende Arzneien (sog. Antimykotika) dar, in Form von Shampoos und Cremen.

Bei stärker entzündlichen Formen kommen vorübergehend cortisonhaltige, fettarme Cremen (auf  keinen Fall fettige Salben = Behandlungsfehler) zum Einsatz. Da die vollkommene Ausheilung unwahrscheinlich ist, empfiehlt sich bei wiederholtem Auftreten die Vorbeugung mittels Anwendung pilzhemmender  Shampoos und Pflegecremen.

Weil sich Stress und Anspannung sehr negativ auf das Ekzem auswirken, sind Entspannungsmethoden wie z.B. Autogenes Training und Sport sehr hilfreich. Seelisches Wohlbefinden, Aufenthalte in der Sonne und in frischer Luft sind günstig.