Behandlung von Allergien

Unser Immunsystem hilft uns, gefährliche Krankheitserreger wie Bakterien oder Viren, zu bekämpfen und unschädlich zu machen.

Beim Allergiker erkennt das Immunsystem harmlose Stoffe aus unserer Umwelt, wie Blütenpollen,Tierhaare, oder Hausstaubmilben als „fremd und feindlich“ und beginnt eine starke Abwehrreaktion, die sich als allergischen Beschwerden zeigt.

Allergien können sich als Reizungen der Schleimhäute im Augen Hals-Nasen-Ohren, Lungen- oder Gastrointestinalbereich oder an der Haut äußern.

Allergien haben in den letzten Jahrzehnten deutlich zugenommen, in den westlichen industrialisierten Ländern leidet heute fast ein Viertel der Bevölkerungan allergischen Erkrankungen.

Für die starke Zunahme der Allergien könnten geänderter Lebensstil, möglicherweise eine erhöhte Schadstoffbelastung und klimatische Veränderungen mit verantwortlich sein. Die Neigung zur Allergie ist vererblich.

Wenn Sie an einer Allergie leiden, dann kann Ihnen in unserer Ordination nach einer entsprechenden allergologischen Abklärung mittels einer spezifischen Therapie geholfen werden. Diese wird individuell angepasst durchgeführt.

Therapieplan

Allergenkarenz: An erster Stelle steht bei jeder Allergie, das auslösende Allergen zu meiden.

Beispiele:

  • Hausstaubmilbenallergie - Wohnungssanierung
  • Tierhaarallergie - Tiere meiden

Symptomatische, medikamentöse Therapie: Falls dies nicht ausreicht oder undurchführbar ist, kann mit antiallergischen Nasensprays, Augentropfen, Inhalationssprays oder Tabletten (Antihistaminica) symptomatisch behandelt werden. Je nach Beschwerden werden die entsprechenden Medikamente verordnet.

Spezifische Immuntherapie ("Allergie-Impfung"): Es handelt sich dabei um eine Impftherapie mit den verursachenden Allergenen, die in zunächst ansteigender Konzentration, und später für etwa 3 Jahre verabreicht werden. Diese Therapieform ist die einzige gegen die Ursache gerichtete Behandlungsmöglichkeit. Das Immunsystem des Patienten lernt dabei, die Allergene zu tolerieren und die Überempfindlichkeit zu reduzieren. Diese Therapie kann in besonderen Fällen auch in Tropfen- bzw. Tablettenform durchgeführt werden.

Informationen zum Pollenflug: für Österreich Tel.: 0900 91 15 66 18
Internetadresse: www.pollenwarndienst.at
Teletext Seite 646

Insektengift-Allergie

Viele Menschen wissen nicht,  dass Allergien gegen Bienen und Wespen häufig und gefährlich sind. Ca 4% der österreichischen Bevölkerung leiden an einer solchen Allergie.

Beim ersten Stich kann man sensibilisiert, das heißt empfindlich werden, bereits beim zweiten Stich kann es zu einer massiven allergischen Reaktion bis hin zum allergischen Schock kommen. Jedes Jahr sterben Menschen an Insektenstichen. Das muss nicht sein.

Beim nicht allergischen Menschen schwillt die  Region im Regelfall um den Stich herum an,  das ist unangenehm und nur, wenn der Stich im Hals oder Kopfbereich erfolgt, gefährlich.

Was passiert beim Insektenstichallergiker?

Beim allergischen Patienten kommt es zu einer Reaktion, die über  die  Stichreaktion hinausgeht. Sie kann auf das Hautorgan beschränkt sein (generalisierte Urticaria/Nesselaussschlag), oder auch andere Organsysteme, wie das Atemsystem (Atemnot), den Magen-Darm-Trakt (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall) und im schlimmsten Fall das Herzkreislaufsystem mit Kollaps bis hin zum anaphylaktischen Schock betreffen. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang das Histamin, das für die Erweiterung der Gefäße und das Anschwellen der Schleimhäute verantwortlich ist.

Die Diagnose einer Insektengiftallergie wird durch die Krankengeschichte des Patienten, Bluttests (RAST) und einen Hauttest (Prick-, Intracutantest) gestellt.

Besteht eine Insektengiftallergie, so sind verschiedene Maßnahmen für den Patienten wichtig (siehe Download).

Neben der Stichvermeidung soll unbedingt ein Notfallset mitgeführt werden (Antihistaminica in Tropfenform, z.B. Fenistil®), eine Cortisontablette (z.B. Urbason® 40mg), ein Adrenalin-Autoinjektor (z.B. Epipen® oder Jext®). Dieses Notfallset muss man sich im Notfall selbst verabreichen.

Zu einem dauerhaften und sicheren Schutz führt nur die Immuntherapie mit Insektengift. Diese muss nach anfänglicher wöchtenlicher Steigerung der Dosis über ca 2-3 Monate, oder einer Schnellaufdosierung in stationärer Behandlung, nach derzeitigem Wissensstand über mindestens 5 Jahre durchgeführt werden.

Diese Immuntherapie wird bei vielen Patienten sehr erfolgreich in unserer Ordination durchgeführt.

Intoleranzen

Einer Allergie sehr ähnliche Symptome können auch durch nichtallergische Erkrankungen, also Unverträglichkeiten oder Intoleranzen, zum Beispiel eine Histaminintoleranz verursacht werden. Zur Abklärung erfordert es das individuelle ärztliche Gespräch.

Viele Arzneimittel können teilweise auch sehr schwere allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock, aber auch Intoleranzen verursachen. Die Therapie besteht meist in der Vermeidung des Arzneimittels, sobald man es als Auslöser der Reaktion festgestellt hat.
 
Moderne personalisierte onkologische Therapie, auch "targeted" Chemotherapeutika (z.B. Cetuximab) genannt, können leichte bis hin zu schweren Nebenwirkungen mit akneartigen Ausschlägen verursachen, die aber meist durch dermatologische Behandlung ohne Abbruch der Chemotherapie beherrscht werden können.

Kontaktekzeme

Kontaktekzeme der Haut, wie das chronische Handekzem oder das Friseurekzem können allergisch oder einfach nur durch Irritantien oder toxische Substanzen verursacht werden. Nachdem eine Kontaktallergie mittels Anamnese und Epicutantest (Aufkleben der verdächtigen Substanzen am Rücken und Ablesen der Lokalreaktionen nach 36 und 48 Stunden) ausgeschlossen oder bewiesen werden kann, werden entsprechende Verhaltensmaßnahmen vereinbart.

Informationsblätter

Merkblatt Histamin

Histaminarme Diät

Kreuzallergie

Handekzem

Insektengiftallergie

Behandlung von Allergien - Ordination Haut im Zentrum - Eisenstadt

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